Bauherr: Land Baden-Württemberg, verteten durch Vermögen und Bau, Amt Stuttgart

VOF-Verfahren mit Projektskizze, 1. Rang

 

Hugo Häring Auszeichnung 2015

 

Die Zooschule ist eine pädagogische Einrichtung des zoologisch-botanischen Gartens in Stuttgart. Bisher provisorisch in einer zuletzt hinfälligen Holzbaracke untergebracht, entschloss sind das Direktorium und die staatliche Bauverwaltung zu einem Neubau an gleicher Stelle.

 

Das Entwurfskonzept ergab sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zur maurischen Anlage, einem malerischen Gebäude- und Gartenensemble aus der Mitte des 19.Jahrhunderts. Die neue Wilhelmaschule sollte sich unprätentiös und als zeitgenössische architektonische Antwort in den gewachsenen historischen Kontext einfügen.

Das Ergebnis ist ein Pavillon mit allseitig weit auskragendem Dach, das auf Wandscheiben, Sandwichelemente aus Betonfertigteilen, ruht.

Im Inneren ist das Gebäude in drei Bereiche gegliedert. Es beherbergt das dreiseitig verglaste „Klassenzimmer“, den Kern mit sanitären Anlagen und den Backofficebereich samt dem Tierraum mit Voliére, Aquarium und Käfigen für Kleintiere.

 

Längs der Südseite bietet sich der zurückhaltend gestaltete Vorplatz für Aktivitäten im Freien an.

Nach Norden zum Besucherrundweg hin, bilden Gehölze eine zweite Raumschicht. Die neu gepflanzten Büsche werden im Lauf der Jahre an Volumen zunehmen. Erst dann, wenn über der "grünen Wand" die Dachkante als schwebende horizontale Linie erscheint, wird sich das architektonische Konzept vollständig erfüllt haben.

 

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